Ultraschall der Säuglingshüften

Das Ultraschall-Vorsorgeuntersuchung der Hüfte und eine frühzeitige konservative Behandlung können die meisten Neugeboren mit einer Hüftgelenksdysplasie vor einer späteren Operation bewahren.
Durch die Ultraschall-Untersuchung der Hüfte innerhalb der ersten vier bis sechs Lebenswochen und frühzeitige konservative Korrekturmaßnahmen, wie etwa breites Wickeln oder das Tragen einer Spreizhose, konnten behandlungsbedürftige Hüftgelenksluxationen und -dysplasien um zwei Drittel reduziert werden.
Deutschland hat damit im europäischen Vergleich die niedrigste Rate an interventionsbedürftigen kindlichen Hüftgelenksreifungsstörungen. Die Akzeptanz des Ultraschall-Screenings ist hoch. Etwa 90 Prozent aller Neugeborenen werden in Deutschland untersucht, in der Regel vier bis sechs Wochen nach Geburt.
Erfolgte die Entbindung in Beckenendlage oder sind in der Familie Hüftgelenksdysplasien bekannt, wird die Sonographie bereits innerhalb der ersten Lebenswoche empfohlen. Die Hüftgelenksdysplasie ist die häufigste angeborene Skeletterkrankung. Unbehandelt führt sie oft bereits im dritten Lebensjahrzehnt zur Coxarthrose.