Präventiv- und Anti-Aging-Medizin

Was ist Präventiv-/ Anti-Aging- Medizin?
Präventiv- und Anti-Aging-Medizin = Gesundes Altern

Alle Menschen wollen alt werden, aber keiner will es sein! Warum altert man? Welche Ursachen gibt es dafür? Kann man das Fortschreiten des Alterungsprozesses vielleicht beeinflussen? Das sind die Kernfragen, die in der heutigen zeit häufig gestellt werden.

Mit brüchigen Knochen, verkalkten Arterien und zunehmend nachlassender Gehirnfunktion jahrelang in Pflegeheimen dahinzusiechen möchte man nicht als persönliches Schicksal erleben. Will man gegen diese Erkrankungen tatsächlich wirksame und vorbeugende Strategien entwickeln, so muss es uns gelingen, den zugrunde liegenden Prozess, das Altern, zu beeinflussen.
Nicht die steigende Lebenserwartung und die ewige Jugend, sondern die Erhaltung der Lebensqualität steht im Vordergrund!
Anti-Aging-Medizin ist die Präventivmedizin des 21. Jahrhunderts. Präventive Maßnahmen wirken bekanntlich besser, je eher sie einsetzten, deshalb sollten die Weichen prinzipiell rechtzeitig gestellt werden.

Die Anti-Aging-Wunderpille gibt es nicht!
Das Prinzip der Präventiv-Medizin ruht auf vier Säulen:
1. Ernährung
2. Bewegung
3. Hormone
4. Mentale Balance

Möchten Sie verstehen, was sich in Ihrem Körper abspielt?
Eine alte Maschine rostet. Chemisch wird der Prozess Oxidation genannt. Für den menschlichen Organismus gilt Ähnliches: er altert durch den Einfluss oxidativer Substanzen, so genannten "Freien Radikalen", die durch Umwelteinflüsse wie UV-Strahlung, Rauchen oder Umweltgifte entstehen. Freie Radikale sind Moleküle, in deren Elektronenhülle ein Elektron fehlt. Sie versuchen, das fehlende Elektron aus einer anderen Verbindung herüberzuziehen. Dadurch wird diese Verbindung geschädigt und teilweise selbst zu einem freien Radikal, eine Kettenreaktion kommt in Gang. Zellschäden sind die Folge und damit steht der Zelle immer weniger Energie zur Verfügung, der Organismus altert. Die Arterienverkalkung, der Abbau geistiger Funktionen im Alter und auch die Krebsentstehung sind eng mit der Wirkung von freien Radikalen verbunden. Vitamin C zählt zu den antioxidativen Vitaminen, die auch als "Radikalenfänger" bekannt sind. Antioxidative Nährstoffe wirken im Körper wie eine Art "biologisches Rostschutzmittel". Ausgewogene Ernährung ist das A und O. Mit gesunder Ernährung lässt sich sogar der Hormonspiegel beeinflussen.

Wie wirkt sich Bewegung auf den Gesundheitszustand aus?
Senkung des Bluthochdrucks
Verbesserung der Durchblutung von Herz- und Körpermuskulatur
Senkung des Blutzuckerspiegels
Veränderung der Blutfettwerte
Verbesserung der Zusammensetzung der Knochensubstanz
Stimulation des Zellstoffwechsels
Anstieg der Wachstumshormonsekretion
Veränderung der Geschlechtshormonzusammensetzung
Stimulierung der Fettverbrennung
Reduktion von Übergewicht
Unterstützung des Stressabbaus

Fit und aktiv altern. Ideal sind alle ausdauerorientierten Bewegungsformen, die eine ruhige und lange Ausdauerbelastung ermöglichen: Walking, Nordic-Walking, Joggen, Wandern, Radfahren, Schwimmen, Inline-Skating, Skilanglauf und vieles mehr. Auch regelmäßiges Tanzen und Gartenarbeit hat gesundheitsfördernde Wirkung. Nicht weil man altert, sinkt der Hormonspiegel, sondern weil die Hormonspiegel sinken, altert man! Zu den altersbedingt abfallenden Hormonen gehören neben dem weiblichen Hormon Östrogen das männliche Geschlechtshormon Testosteron, das Nebennierenhormon DHEA, das Zirbeldrüsenhormon Melatonin und das Wachstumshormon hGH der Hirnanhangdrüse. Der Hormonmangel führt zu vielen organischen und psychischen Veränderungen, Hitzewallungen, Schlafstörungen, Depressionen und vieles mehr.

Was tun wir ?
Bei der Erstuntersuchung handelt es sich um eine Art "Betriebsprüfung" Ihres körperlichen und geistigen Zustandes. So eruieren wir zunächst, ob bestimmte Krankheiten in Ihrer Familie vorgekommen sind, um mögliche erbliche Risiken erkennen zu können. Dann erfassen wir Ihre persönliche Krankengeschichte mit dem aktuellen Gesundheitszustand, Ihrem Allgemeinbefinden bzw. den derzeitigen Beschwerden. Dazu gehören Fragen zur Vitalität, Müdigkeit, Stressbelastbarkeit, Infektanfälligkeit, Schlafstörungen und Depressivität, nachlassende Sexualität, Konzentrationsfähigkeit und Gedächtnisleistung, klimakterische Symptome bei Mann und Frau, aber auch Wassereinlagerungen, Gewichtszunahme, Knochen- und Gelenkbeschwerden und vieles mehr. Selbstverständlich dokumentieren wir in diesem Zusammenhang auch äußere Zeichen der Alterung wie Faltenbildung, Haut-, Nagel-, Haarprobleme und Cellulite. Ihr Body-Mass-Index und Ihr Blutdruck sowie Veränderungen der Körpergröße und der Muskel-Fett-Relation werden ebenso festgehalten. Als ganzheitliche Mediziner fragen wir Sie aber auch nach Ihrem ganz persönlichen Lebensstil: Uns interessiert Ihre berufliche und Ihre familiäre Situation, wir wollen wissen, ob und welchen Sport Sie treiben, wie Sie sich ernähren, ob Sie gelegentlich Alkohol trinken und/oder rauchen und welche Medikamente Sie einnehmen. Aus allen diesen Informationen ergibt sich in Kombination mit verschiedenen objektiven Testsystemen und Laboranalysen ein sehr präzises Bild über Ihren aktuellen Gesundheitszustand und Ihr biologisches Alter. Mögliche "Schwachstellen" werden so zuverlässig entdeckt. Nach Eintreffen der Untersuchungsergebnisse aus dem Labor besprechen wir mit Ihnen zusammen alle Ihre Analysedaten und erarbeiten gemeinsam geeignete Konsequenzen für die einzuleitenden Maßnahmen. Was Sie dann im Einzelnen erwartet, kann jetzt noch nicht gesagt werden - jeder Mensch, jeder Organismus ist anders. So kann es durchaus sein, dass wir Ihnen einige Änderungen in Ihrer Lebensführung vorschlagen. Ziemlich sicher werden wir auch Ergänzungen mit Antioxidantien, Vitaminen und Mineralstoffen verordnen, möglicherweise auch Präparate zum Ausgleich gewisser Hormondefizite. Unser Ziel ist es, Ihrem Organismus wieder das zu geben, was ihm von Natur aus für ein vitales Leben zugedacht wurde und ihm mit Sicherheit noch vor einiger Zeit in ausreichendem Maße zur Verfügung gestanden hatte - jugendliche Spannkraft und Lebensfreude lassen sich auf diese Weise deutlich länger erhalten. Die erste Kontrolle erfolgt nach etwa vier Wochen. Sie werden dann mit hoher Wahrscheinlichkeit bereits die ersten sehr positiven Veränderungen feststellen. Durch Messungen werden die Erfolge objektiv überprüft, Ihre verordneten Präparate werden in der Dosierung weiter optimiert und angepasst. Sollte sich herausstellen, dass sich einzelne Bereiche noch nicht ausreichend verbessert haben, wird die nächste Phase der Therapie eingeleitet.